Atemübungen – Hilfe bei Schlaflosigkeit

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Atemübungen - Hilfe bei Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit und Schlafstörungen

Atemübungen – Hilfe bei Schlaflosigkeit und Schlafstörungen

Viele Menschen haben Einschlafprobleme, weil ihre Gedanken im Kopf herumkreisen, Sorgen und Stress sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Häufig wird auch am Tag der Adrenalinspiegel durch Stress und Alltagssorgen in die Höhe getrieben, sodass das Herz zu schnell schlägt und der Atem viel zu kurz kommt. Dabei ist gerade der Atem der Schlüssel für mehr Ruhe und Entspannung. Schlafstörungen und Alltagsstress machen dem Körper sehr zu schaffen, sodass Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche die Folgen sind. Mit Atemübungen können Sie sich selbst helfen, nach einem stressigen Tag zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.

Diese Atemübung hilft Ihnen, besser einzuschlafen

Bewusstes Atmen ist ein Weg von starken Belastungen, emotionalen Krisen und Stress loszulassen sowie Ausgeglichenheit und die eigene Mitte zu finden. Bewusstes Atmen hält darüber hinaus Körper, Geist und Seele gesund. Schon die Inder wussten um diese Kraft des Atmens. Jedoch schenken die Menschen in den westlichen Industrieländern den Atem noch zu wenig Aufmerksamkeit. Schon seit Jahren betont der Amerikaner Dr. Andrew Weil, der sich mit integrativer Medizin und Yoga beschäftigt, dass gerade das Einhalten eines bestimmten Atemrhythmus wie die 4-7-8-Atemtechnik sich positiv auf das unwillkürliche (vegetative) Nervensystem auswirkt und zur Entspannung und damit zur Gesunderhaltung beiträgt.

Diese 4-7-8-Atemtechnik beschreibt Dr. Well als eine Art Beruhigungsmittel, das sowohl zum schnelleren und besseren Einschlafen als auch tagsüber in stressigen Situationen wie zum Beispiel Flugangst, Stress, Ärger oder Nervosität angewendet werden kann. Sie können die Übung im Sitzen, Stehen oder Liegen ausführen. Probieren Sie es einfach aus, wie es für Sie am besten ist. Die Atemtechnik funktioniert wie folgt:

Vorbereitung: Legen Sie Ihre Zunge hinter Ihre oberen Schneidezähne und behalten sie während der gesamten Übungsdauer dort. Somit kann die Luft beim Ausatmen links und rechst von Ihrer Zunge mit einem leichten Rauschen entweichen. Ihre Lippen können auch etwas gespitzt geformt sein. Damit geht der Erfahrung nach die Übung etwas leichter.

Atemzyklus:
1. Atmen Sie durch den Mund komplett aus und seufzen dabei. Das Seufzen ist sehr wichtig, da es alle Anspannungen löst.
2. Schließen Sie Ihren Mund nun wieder und atmen durch die Nase leise ein und zählen dabei bis vier.
3. Halten Sie jetzt Ihren Atem an und zählen bis sieben.
4. Anschließend atmen Sie wieder komplett durch den Mund aus, zählen bis acht und seufzen dabei.

Durch die verlängerte Einatemphase wird mehr Sauerstoff von Ihrem Körper aufgenommen. Der Sauerstoff gelangt anschließend durch das Luftanhalten in die Blutbahn. Durch die abschließende lange Ausatemphase wird viel verbrauchte Luft aus der Lunge abtransportiert.

Dr. Weil empfiehlt diese Atemtechnik regelmäßig, für eine Zeit von ca. acht Wochen, abends vor dem Einschlafen sowie morgens nach dem Aufwachen je viermal anzuwenden. Nach diesen acht Wochen können Sie die Übung morgens und abends jeweils auf acht Zyklen erhöhen.

 

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