Aprikosenkern Öl

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Aprikosenkern Öl wird häufig auch einfach Aprikosenöl genannt. In der Sache macht dies aber keinen Unterschied, sondern stellt nur eine kleine Begrifflichkeit dar, die bekannt sein sollte. Es muss also nicht nach den Unterschieden zwischen Aprikosenkern Öl und Aprikosenöl gesucht werden, denn es gibt keine Unterschiede. Was häufig nicht bekannt ist, ist die Tatsache, dass dieses Öl gar nicht aus der Frucht gewonnen wird, obwohl das der Name auf den ersten Blick nahelegen würde. Vielmehr wird das Öl aus dem Stein gewonnen. Es handelt sich um ein sehr wertvolles Öl, das viele Einsatzbereiche hat. Es kann sowohl aus Speiseöl als auch zu kosmetischen Zwecken genutzt werden.

Da das Öl durch Kaltpressung gewonnen wird, ist es wichtig, dass es beim Kochen nicht erhitzt wird. Ansonsten sind die Vorteile der Kaltpressung schnell zunichte gemacht. Da in dem Öl aber eine große Menge an ungesättigten Fettsäuren enthalten ist, besteht die Gefahr, dass das Öl schnell ranzig wird. Da dies nicht das Ziel ist, gibt es Möglichkeiten, diesem Prozess entgegen zu wirken. Die einzige Möglichkeit, die dafür zur Verfügung steht, ist das Raffinieren. Im Detail gibt es zwei verschiedene Varianten, die hier genutzt werden können: Die physikalische und die chemische Methode. Früher war die chemische Methode sehr beliebt, da sie weniger aufwendig ist. Das war immer auch mit einem Kostenvorteil für die Kunden verbunden. Heute wird aber immer mehr die physikalische Version genutzt. Das liegt daran, dass die Menschen immer gesundheitsbewusster geworden sind. Zwar handelt es sich um einen aufwendigen Prozess, er ist es aber wert, wenn man die Nachteile der chemischen Variante näher betrachtet. Es handelt sich nämlich im Ausgangspunkt um einen natürlichen Stoff, der es auch bleiben sollte.

Zusammensetzung

Nachdem nun ein erster Eindruck von dem Öl gewonnen werden konnte, sollte sich die Zusammensetzung näher angeschaut werden. Über 60 Prozent des Öls ist nämlich Oleinsäure. Es handelt sich dabei um ein ungesättigtes Fett. Im Detail ist es sogar eine essentielle Fettsäure. Essentielle Fettsäuren sind solche, die der Körper benötigt, die er aber nicht selbst herstellen kann. Aus diesem Grunde ist darauf zu achten, dass diese Fettsäuren durch Lebensmittel aufgenommen werden. Genau dies ist bei Oleinsäure der Fall, die durch Aprikosenkernöl aufgenommen werden kann.

Neben dem Hauptbestandteil, nämlich Oleinsäure, ist auch Linolsäure enthalten. Diese Säure wird auch als Anti-Aging-Säure bezeichnet. Sie kann dazu beitragen, dass auch im Alter ein junges Hautbild bestehen bleibt.

Mit etwa 5% ist Palmininsäure enthalten. Diese Säure ist für den menschlichen Stoffwechsel erforderlich.

Diese Bestandteile zeigen, dass Aprikosenkernöl ein sehr hochwertiges Öl ist, das den menschlichen Körper mit vielen wertvollen Stoffen versorgen kann. Um diese Qualität an Zahlen festzumachen, kann ein Blick auf die Jodzahl geworfen werden. Je höher nämlich die Jodzahl ist, desto mehr essentielle Fettsäuren sind in dem Öl enthalten. Da der Körper wie oben beschrieben diese Fettsäuren nicht selbst herstellen kann, ist die Aufnahme von grundsätzlicher Bedeutung. Die Jodzahl liegt bei Aprikosenöl bei über 100, was ein enormer Wert ist.

Positive Effekte des Öls

Nachdem die Bestandteile analysiert wurden, dürfte bereits deutlich geworden sein, dass das Öl viele positive Wirkungen auf den Körper hat. Einige dieser positiven Effekte sollen hier jetzt näher betrachtet werden.

Das Öl enthält viele wichtige Vitamine. Von besonderer Bedeutung ist das Vitamin B17. Dieses soll eine vorbeugende Wirkung in Bezug auf eine Krebserkrankung haben.

Daneben ist das Öl äußert sanft zur Haut. Das liegt in erster Linie an der enthaltenen Linolsäure. Diese sorgt nämlich dafür, dass Hautzellen, die bereits geschädigt sind, repariert werden können. Interessant dabei ist, dass es sich um ein natürliches Mittel handelt, das der Haut zugutekommt. Wichtig ist, dass bei geschädigter Haut eine äußerliche Anwendung erfolgt. Gerade bei geschädigter Haut kann sich die Wirkung der Säure gut entfalten. Sollte es um eine präventive Wirkung gehen, die angestrebt wird, so kommt eine äußerliche Anwendung nicht in Frage. Wenn die Haut nämlich nicht geschädigt ist, so kann die Säure ihre Wirkung nicht entfalten. Das heißt aber nicht, dass Linolsäure in diesem Fall gar nicht im Einsatz kommen kann. Gerade bei gesunder Haut kann eine vorsorgende Wirkung erzielt werden. Dann ist aber eine Einnahme des Öls notwendig, wobei die Wirkung dann innerlich erfolgen wird. Schon innerhalb von kurzer Zeit wird eine äußerliche Wirkung möglich sein. Die Haut spannt weniger und wird deutlich feuchter. Insofern ist eine Anwendung auch bei gesunder Haut naheliegend.

Gerade bei geschädigter Haut ist eine regelmäßige Anwendung gut, weil sich so neue Zellen bilden können. Das Öl zieht schnell ein und dringt tief durch. Eine besondere Wirkung wird dann erzielt, wenn das Öl einmassiert wird.

Kosmetische Effekte

Besonders gut sind die Ergebnisse von Aprikosenkern Öl in der Kosmetik. Das ist auch der Grund, weswegen das Öl in allen möglichen Produkten enthalten ist. Wenn Sie irgendein kosmetisches Produkt aus ihrem Regal nehmen und einen Blick auf die Zusammensetzung werfen, so werden Sie schnell feststellen, dass dieses Öl enthalten ist. Häufig handelt es sich jedoch nur um sehr geringe Konzentrationen, die nicht die notwendigen Effekte entfalten können. Wenn sichtbare Ergebnisse erzielt werden sollen, dann sollte das Öl möglichst pur zur Anwendung kommen. Bei einem Kauf ist darauf zu achten, dass es sich um raffiniertes Öl handelt. Ansonsten kann keine lange Haltbarkeit gewährleistet werden. Idealerweise sollte es sich um physikalisch, und nicht um chemisch raffiniertes Öl handeln.

Neben der Hautpflege kann das Öl auch bei der Haarpflege zum Einsatz kommen. Insbesondere dann, wenn das eigene Haar sehr trocken ist, eignet sich das Öl, um die Haare mit Feuchtigkeit zu versorgen. Außerdem sorgt das Öl dafür, dass auch die häufig gereizte Kopfhaut gepflegt wird. Falls ein verstärkter Haarwuchs gewünscht sein sollte, so eignet sich das Öl ebenfalls.

Bei jeglicher Anwendung ist aber auf eine gute Qualität des Öls zu achten, weil nur dann die positive Wirkung tatsächlich zu erreichen ist.

Neben diesen sicher nicht zu unterschätzenden kosmetischen Wirkungen, hat das Öl aber auch in der Ernährung eine wichtige Rolle. In diesen Fällen sollte aber auf das nicht raffinierte Öl zurückgegriffen werden. Das liegt daran, dass in der Ernährung auch der Geschmack wichtig ist. Sollte das Öl raffiniert werden, so verliert es an Geschmack. Außerdem gehen durch die Behandlung bei großer Hitze viele wichtige Stoffe verloren, die eigentlich mit dem Öl zu sich genommen werden sollten. In besonderer Weise ist von dieser Behandlung auch das Vitamin E betroffen, das doch gerade durch dieses Öl dem Körper zugeführt werden soll. Der einzige Nachteil dieses Öls ist dann, dass es nicht lange haltbar ist. Aus diesem Grunde wird das Öl häufig auch nur in kleinen Flaschen angeboten. Diese sollten dann auch gekauft werden, damit sie innerhalb der Haltbarkeitszeit tatsächlich aufgebraucht werden können.

Das Aprikosenkernöl kann in der Küche für nahezu alle Speisen zum Einsatz kommen. Ideal ist es für den Salat, weil das Öl hier nicht erhitzt wird. Bei jeder Erhitzung besteht nämlich die Gefahr, dass wertvolle Zusatzstoffe verloren gehen. Deshalb sollte das Öl in diesen Fällen erst nach dem Erhitzungsvorgang zugeführt werden.

Wer jedoch mit dem Aprikosenkernöl kochen möchte, der muss sich für die raffinierte Variante entscheiden. Dann ist das Öl auch hitzebeständig, was bedeutet, dass die Erhitzung keine Gefahr mehr für die Inhaltsstoffe darstellt. Damit verbunden ist dann auch der Vorteil, dass die Haltbarkeit deutlich verlängert werden kann. Jedoch ist man hier mit dem Nachteil konfrontiert, dass die Raffination häufig chemisch erfolgt. Solchen Ölen sollte aus dem Weg gegangen werden und nach den eher selteneren, aber besseren physikalisch raffinierten Ölen gesucht werden.

Letztlich zeigt die Analyse von Aprikosenkernöl, das es sich um ein bedeutsames Öl mit vielen Einsatzbereichen handelt. Im Bereich der Kosmetik können positive Ergebnisse erzielt werden. Daneben sind in dem Öl aber auch viele wichtige Stoffe enthalten, die durch Speisen zu sich genommen werden können. Im Ergebnis ist bei der Auswahl des passenden Öls immer genau auf den Verwendungszweck zu achten. Nur dann, wenn die Herstellungsweise zu der geplanten Verwendung passt, kann der erzielte Effekt eintreten. Dabei ist eine qualitativ hochwertige Zusammensetzung immer zu bevorzugen.

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